Heizen mit einer Split-Klimaanlage – Wann lohnt sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe?
Kann man mit einer Split-Klimaanlage heizen? Erfahren Sie, wann sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe lohnt, welche Stromkosten entstehen und für welche Gebäude sie geeignet ist.
Viele Menschen verbinden eine Split-Klimaanlage ausschließlich mit dem Kühlen. Tatsächlich gehören moderne Split-Klimageräte heute zu den effizientesten Möglichkeiten, einzelne Räume zu beheizen. Technisch arbeiten sie als Luft-Luft-Wärmepumpe und nutzen dabei die in der Außenluft gespeicherte Umweltwärme.
Besonders in der Übergangszeit, in gut gedämmten Gebäuden oder in Räumen, die nicht dauerhaft beheizt werden müssen, kann diese Heiztechnik eine wirtschaftliche Alternative zu klassischen Elektroheizungen oder einer Zentralheizung sein.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie das Heizen mit einer Split-Klimaanlage funktioniert, wann sich der Einsatz lohnt und welche Faktoren für einen wirtschaftlichen Betrieb entscheidend sind.
Im Heizbetrieb arbeitet eine Split-Klimaanlage nach dem gleichen Prinzip wie eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Das Außengerät entzieht der Außenluft selbst bei niedrigen Temperaturen Wärmeenergie und transportiert diese über den geschlossenen Kältemittelkreislauf zum Innengerät.
Dort wird die Wärme an die Raumluft abgegeben. Im Gegensatz zu einem klassischen Heizlüfter wird die Wärme nicht direkt elektrisch erzeugt, sondern vorhandene Umweltenergie genutzt.
Dadurch erreichen moderne Split-Klimaanlagen eine deutlich höhere Energieeffizienz und können – abhängig von Gerät, Außentemperatur und Betriebsbedingungen – ein Vielfaches der eingesetzten elektrischen Energie als Heizleistung bereitstellen.
Der entscheidende Unterschied zu einer klassischen Elektroheizung liegt im Funktionsprinzip.
Ein Heizlüfter wandelt 1 Kilowattstunde Strom nahezu 1:1 in Wärme um.
Eine moderne Split-Klimaanlage nutzt dagegen zusätzlich die in der Außenluft gespeicherte Umweltenergie. Dadurch kann sie aus 1 kWh Strom je nach Betriebsbedingungen etwa 3 bis 5 kWh Heizenergie bereitstellen.
Dieses Verhältnis wird als COP (Coefficient of Performance) bezeichnet. Je höher der COP-Wert, desto effizienter arbeitet die Anlage.
Für den ganzjährigen Betrieb ist zusätzlich der SCOP-Wert (Seasonal Coefficient of Performance) entscheidend. Er beschreibt die durchschnittliche Effizienz über eine gesamte Heizperiode und ermöglicht einen realistischen Vergleich verschiedener Geräte.
Faustregel:
Bei der Auswahl einer Split-Klimaanlage sollte deshalb nicht nur der Anschaffungspreis, sondern insbesondere der SCOP-Wert berücksichtigt werden.
Besonders sinnvoll ist das Heizen mit einer Split-Klimaanlage in der Übergangszeit, im Homeoffice, in Dachgeschosswohnungen, Wintergärten, Büros oder Räumen, die nur zeitweise genutzt werden. So muss nicht das gesamte Gebäude beheizt werden.

Sie nutzt überwiegend Umweltenergie aus der Außenluft und benötigt Strom hauptsächlich für den Verdichter und die Ventilatoren.
Dadurch arbeitet sie deutlich effizienter als klassische elektrische Direktheizungen.
Eine Split-Klimaanlage spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn einzelne Räume gezielt beheizt werden sollen.
Besonders wirtschaftlich ist der Einsatz in:
Der große Vorteil besteht darin, dass nicht das gesamte Gebäude beheizt werden muss, sondern nur die tatsächlich genutzten Räume. Das reduziert den Energieverbrauch und kann die Heizkosten deutlich senken.

Eine Split-Klimaanlage eignet sich besonders:
Gerade in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage kann ein Teil des benötigten Stroms selbst erzeugt werden. Dadurch lassen sich die Betriebskosten zusätzlich reduzieren.
Auch moderne Split-Klimaanlagen haben physikalische Grenzen. Mit sinkenden Außentemperaturen nimmt die verfügbare Umweltwärme ab. Dadurch reduziert sich die Effizienz der Anlage und der Strombedarf steigt.
Für gut gedämmte Gebäude, einzelne Räume oder als Ergänzung zu einer bestehenden Heizung ist das in der Regel kein Problem. Soll jedoch ein gesamtes Gebäude dauerhaft beheizt werden, ist eine individuelle Heizlastberechnung erforderlich.
Ob eine Split-Klimaanlage als alleinige Heizung geeignet ist, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
Eine professionelle Planung stellt sicher, dass die wirtschaftlichste Lösung gewählt wird – unabhängig davon, ob eine Split-Klimaanlage, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine Kombination beider Systeme sinnvoll ist.


Das Heizen mit einer Split-Klimaanlage kann eine wirtschaftliche Lösung für viele Gebäude und einzelne Räume sein. Voraussetzung sind eine fachgerechte Planung, die richtige Dimensionierung und eine professionelle Installation.
Sie möchten wissen, welche Split-Klimaanlage zu Ihrem Gebäude passt?
Unsere Experten beraten Sie gerne persönlich und erstellen ein individuelles Anlagenkonzept.
Ausblick auf Teil 3
Im nächsten Beitrag beantworten wir die Frage: ‚Was kostet eine Split-Klimaanlage wirklich?‘
Bildquellen: Bärenkälte GmbH
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen